01-Dora Várkonyi

Wir begrüßen am Zeller Kunstweg die Künstlerin

Dora Várkonyi

Vita

Geboren 1953 in Debrecen.

Aufgewachsen in Debrecen, Constantine (Algerien), Budapest, Rom, Saarbrücken.

Seit 1975 in Stuttgart.


Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden-und Schönen Künste Stuttgart, Keramik, Kunstwissenschaften und Kunsterziehung. 1981 Staatsexamen.

Freischaffende Künstlerin.

1982 bis 2010 Dozentin an der Freien Kunstakademie Nürtingen und an der Fachhochschule für Kunsttherapie Nürtingen.

Seit 2009 neue Atelier- und Ausstellungsräume-Galerie 81.

 

1953 in Debrecen (Ungarn) geboren. Lebt und arbeitet in Stuttgart. Dora Várkonyi musste als Jugendliche im Sommer 1969 mit Ihrer Familie in einer dramatischen Flucht Ungarn verlassen und kam über Rom nach Deutschland. Nach dem Abitur im Saarland studierte Várkonyi an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Sie ist Mehrfachpreisträgerin im In- und Ausland, nahm international an einer Vielzahl an Biennalen und Messen teil. Bis 2010 war sie Dozentin an der Kunstfachschule Nürtingen.

 

Über die Künstlerin und ihre Kunst

Mit dem Werk „zeitlosnah“ erwarb die Stadt Zell ein erstklassiges und herausragendes Kunstwerk einer Künstlerin aus Baden-Württemberg.  Mit ihren Werken aus gebrannter Erde bringt Dora Várkonyi seit Jahren eine neue Dimension in den bildhauerischen Sektor der Keramik und beeinflusste zahlreiche ihrer Schüler und Studentinnen. Nicht nur die Größe ihrer Werke, die uns mit rund 180 cm lebensgroß entgegentreten, sondern besonders ihre Oberflächenstrukturen mit deren Rissigkeit, die oft an altes, getrocknetes Leder erinnert, mit ihrer Farbigkeit, die Assoziationen an alte Schriften und Höhlenmalerei schafft und mit ihrer Formensprache, die die Kunstgeschichte der Menschheit von Mesopotamien, über Ägypten, den Terrakotta Armeen der Chinesischen Kaiser über Griechenland und Rom zusammenfasst, dürften die Werke von Várkonyi einmalig im europäischen Vergleich sein. Dies alles vereint das Kunstwerk „zeitlosnah“.

 

"Ihre Kunst ist in doppelter Weise elementar, weil sie als Keramikerin mit allen vier Elementen: Wasser, Erde, Luft und Feuer umgehen muß, damit ihre Masken, Kindergruppen und Menschensäulen entstehen. Zum anderen, weil sie durch die Jahrtausende alte weltweit verbreitete kulturelle Höchstleistung im Bereich der Keramik einen Weg gefunden hat, auf höchstem Niveau dem Menschenbild eine selbstständige Aussagekraft zu gewinnen. Von ihren Torwächtern, Erzengeln, fühlt man sich behütet. Außerhalb der fließenden Zeit, geben sie halt, weil aus ihnen, aus ihrer Haltung, ihrem Lächeln ein tiefer unbeliebiger Sinn leuchtet."

ARTHUS-Galerie/Zell- (F.H.)


Steckbrief zu Künstler und seiner Kunst
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