Retrospektive alter Zeller Künstler


Vernissage: Freitag, den 02.10.2020 um 19 Uhr
Austellung: vom 03.10. bis 11.10.2020
Öffnungszeiten: von 16 bis 19°°
Ort: Kulturzentrum Obere Fabrik in Zell a.H.

Thema:

Die Ausstellung erinnert an fünf frühere und bekannte Zeller Maler, für die das Malen Leidenschaft und Berufung war. Sie waren in und um Zell als Maler bekannt und anerkannt. Von ihrer Kunst allein konnten sie nicht leben. Den Lebensunterhalt verdienten sie sich in bürgerlichen Berufen. Als Zeitzeuge hielten sie Motive ihrer Heimat in Form von Landschaften, Architektur und Personen in und um Zell fest. Unberührt vom Stil und der Strömungen der klassischen Moderne, arbeitete jeder an seinem eigenen Mal- und Zeichenstil. Der Besucher der Ausstellung wird an vergangenes und nicht mehr bestehendes in und um Zell erinnert. Mit dem Ausgangspunkt „Gegenwart“ wird der Besucher mit der Vergänglichkeit, Veränderungsprozessen mit der Zeit, der Endlichkeit unseres Umfeldes und der eigenen Existenz konfrontiert. War die gute alte Zeit wirklich so gut? Wie wirkt vertrautes, vergangenes auf uns in der Gegenwart? Wir laden sie ein an dieser Zeitreise an Hand der gemalten Motive teilzunehmen.

Vorträge im Rahmen der Austellung:

Freitag 02.10.2020 Vernisage
Einführung in die Ausstellung/ W. Hilzensauer
Vortag zu Maler E.P.Huber/Hr. Scherzinger
Samstag den 03.10.202
Vortrag zu Maler Otto Halter/Hr. Scherzinger

Freitag 09.10.2020
Vortrag zu Maler J. Frank/Hr. Hr. Hilzensauer
Samstag 10.10.2020
Vortrag zu Maler W. Lehmann/Hr. Lehmann
Sonntag 11.10.2020
Vortrag zu Maler Maler Hans Göhringer/Hr. Hilzensauer

Ausgestellte Maler:
Ernst-Peter Huber, Josef Frank, Hans Göhringer, Otto Halter, Willhelm Lehmann

HANS GÖHRINGER



1930 in Nordrach geboren, war Schuhmacher und Bienenzüchter. Von 1948-58 hat er privaten Malunterricht bei Prof. C. R. Helbig in den Schottenhöfen genommen und besuchte Malkurse bei Ernst Peter Huber. Zusammen mit Walter Haaf ging er auf Maltouren mit dem Fahrrad. Malreisen nach La Gomera (Spanien), Italien und Marokko waren seine Leidenschaft. Seine künstlerischen Vorlieben waren die Landschaftsmalerei sowie die Portraitmalerei. † 2018

OTTO HALTER



1884 in Zell a.H. geboren, erlernte das Malerhandwerk im Malergeschäft seines Vaters Philipp Halter. Nach dem Tod seines Bruders Gustav übernahm er als Malermeister das Geschäft. Neben dem Broterwerb als Maler fand er viel Freude am Zeichnen und Malen. Viele Bilder entstanden im Spätherbst, Winter und Vorfrühling, als die Handwerkstätigkeit ruhte. Als Rentner war dann Zeit, auch in den anderen Jahreszeiten zu malen. Eine weitere Begabung war seine Musikalität. † 1962

ERNST PETER HUBER



1900 in Zell a.H. geboren, erlernte Keramikmaler in der Firma G. Schmieder und besuchte danach zwei Kunstschulen in Karlsruhe. An der Staatlichen Kunstakademie war er in der Meisterklasse der Professoren Dillinger und Göbel. Neben der Teilnahme an internationalen Kunstausstellungen zeigte die Galerie Moos in Karlsruhe Huber zusammen mit Picasso, Manet und Cézanne. Das „Portrait einer Bäuerin“ hängt heute im Straßburger Museum für zeitgenössische Kunst. † 1959

WILHELM LEHMANN



1914 in Zell a.H. geboren, absolvierte er eine Malerlehre bei Otto Halter in Zell a.H. Nach seiner Gesellenprüfung zog es ihn in die Ferne und besuchte die Meisterschule in Wismar. Als Soldat im 2. Weltkrieg verlor er seinen rechten Unterarm, was ihn nicht davon abhielt die Meisterprüfung als Diplom-Malermeister zu absolvieren, seinen eigenen Malerbetrieb zu eröffnen und seiner Leidenschaft, der Malerei nachzugehen. † 2004

JOSEF FRANK



1901 in Neudenau geboren, machte 1922 sein Lehrerexamen und nahm an der Uni Heidelberg Zeichenkurse. In Pforzheim studierte er 2 Semester an der Kunstgewerbeschule und war danach Lehrer in Zell a.H. Nach Kriegsgefangenschaft kehrte er zurück nach Zell und verdiente sich als Zeichenlehrer seinen Lebensunterhalt. 1960 wurde er Rektor und lange über seinen Ruhestand (1965) hinaus, erstellte Zeichnungen und Gemälde. Er hielt viele Zeller Motive mit seinen Bildern fest. † 1981

Hinweis: Aufgrund der aktuellen Situation können die Veranstaltungen nur unter den vorgeschriebenen Maßnahmen stattfinden.