Stein- und Eisenschlaufen
Lluis Cera


Stein- und Eisenschlaufen  Lluis Cera

Lluis Cera arbeitet oft mit ungewöhnlichen Materialkombinationen wie Stein und Metall. In der vier Meter hohen Skulptur verschlingen sich Stein- und Eisenschlaufen in verwirrender Weise so ineinander, dass gegenläufige Kraftlinien zugleich nach oben und unten geführt werden. Der Betrachter findet die Verbindung von Gegensätzlichem schon im Material, das hart und doch scheinbar weich, kantig und doch rund ist. Die für Cera typische Verbindung zur Literatur schafft der katalanische Künstler hier über Textfragmente aus dem Gedichtband ‚Unterschlupf‘ von José Francisco Agüera Oliver, der als Sohn spanischer Gastarbeiter in Hausach im Schwarzwald aufwuchs. Eine Besonderheit und ebenfalls verbindend, sind die zur Skulptur hinführenden Trittsteine. Cera verehrt darauf den gleichfalls spartenübergreifend experimentierenden Dichter, der Sprache aus dem Bekannten heraushebelt, entzingelt, um ihr in neuen Klangelementen eine Aussagekraft zu verleihen, die über das allzu Verständliche hinausreicht.

weiter zum Künstler