Mechthild Ehmann


Eines der gewichtigsten Kunstwerke bei den diesjährigen Zeller Kunstwegen bringt die im Hochschwarzwald lebende, 1963 geborene Mechthild Ehmann nach Zell. Zahlreiche Preise, u.a. ist Ehmann mehrfach Preisträgerin beim Salon des Artistes Français im Grand Palais in Paris, unterstreichen ihre hohe Qualität in der Stein- und Bronzebearbeitung. Der rund 3,5 Tonnen schwere Kopf, am hinteren Ausgang des Kurparks in Zell positioniert, besteht aus poliertem Granit. Reduziert in der Form, abstrahiert das Kunstwerk einen menschlichen Kopf: Stirnfläche, Nackenanschnitt, abgeflachte Seite. Der Stein poliert, die Maserung des Materials herausgearbeitet, meisterlich. Den rohen Stein in ein eigenständiges und in sich geschlossenes Subjekt zu verwandeln, dabei das Material und seine Eigenart zu würdigen und zur Geltung zu bringen – das ist das Thema der an der Dombauhütte in Schwäbisch Gmünd und an der Stuttgarter Akademie ausgebildeten Bildhauerin Mechthild Ehmann. Reduziert auf das Maximale. Fertig ist der Kopf.

www.mechthildehmann.de