Giancarlo Lepore


1956 in Avellino (I) geboren, lebt und arbeitet in Urbino (I). 1979– 84 Studium der Bildhauerei, Kunstakademie Carrara (I). 1985 Beginn seiner Lehrtätigkeit am Kunstgymnasium Pisa, später an der Kunstakademie Carrara und an der TU Darmstadt. 1999 Professur für Skulptur an der Kunstakademie Venedig, später Bologna, jetzt in Urbino. Mitbegründer verschiedener Kunstprojekte wie „Visiting Artist“ am Pratt Institute New York und 1. Preisträger bei mehreren Kunstausstellungen.

Schon 2009 war Lepore mit in sich geschlossenen Arbeiten vertreten. Wir erinnern uns gerne an den „Drago“ und „Hermes“. Heute öffnet Giancarlo Lepore seine neuesten Werke und lässt diese aus Stahlstreben gefertigt, filigran und lichtdurchflutet erscheinen. Sie wirken auf uns wie Zeichnungen im dreidimensionalen Raum. Mit den Werken „Barca“ und „Barcone“ zeigt der Künstler auf dem diesjährigen Kunstweg sehr politische, aktuelle Kunstwerke. Beide Exponate beschäftigen sich mit dem Thema Boot und dem aktuellen Flüchtlingsdrama auf dem Mittelmeer. Das Boot steht als Allegorie für Hoffnung, Mut und Ferne, für Verbindung, Neues, Loslassen und Entdeckung, für Heimat, Neugier und Leben, aber auch für Scheitern, Ablehnung und Tod. So verwundert es nicht, das Giancarlo Lepore sowohl ein Boot in den „Himmel stellt“ und ein anderes „zum Sinken verurteilt“. Giancarlo Lepore will uns zum Nachdenken über das eigene Schicksal und das unserer Mitmenschen auffordern. Die sehr nah zueinander positionierten Kunstwerke unterstreichen diese Gedankengänge.

www.casalaboratorio.it